Ansichten und Einsichten
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Afghanistan
Im Gegensatz zu den Grausamkeiten, unter denen afghanische Frauen leiden
müssen, sind unsere Probleme mit der Norm einfach nur lächerlich.
Ich denke mal ihr habt alle schon mitbekommen, wie die Taliban "ihr"
Land beherrschen. Afghanistan war mal ein moderner Staat mit einer
demokratisch gewählten Regierung, ein reiches Land im Aufwind.
Doch dann kamen die Koran-Schüler und haben dieses Land innerhalb
kürzester Zeit in einen Gottesstaat verwandelt und ins Mittelalter
zurückgeworfen.
Frauen waren früher einmal in Afghanistan gleichberechtigte Mitglieder
der Gesellschaft, sie haben studiert, sie standen voll im Berufsleben, sie
waren anerkannt und emanzipiert - jetzt werden sie von den Taliban
verprügelt, wenn sie sich ohne männliche Begleitung auf die Straße wagen.
Sie müssen sich vollkommen verschleiern, dürfen keinem Beruf mehr
nachgehen, je werden sogar von Ärzten nicht mehr medizinisch versorgt - es
gibt nur noch männliche Ärzte und die dürfen fremde Frauen eben nicht
behandeln.
Frauen dürfen übrigens unter keinen Umständen ihr Geld selbst verdienen,
auch dann nicht, wenn ihr Mann gestorben ist und sie nicht weiß, woher sie
Essen für ihre Kinder nehmen soll.
Die Taliban berufen sich bei all ihren Gesetzen auf den Koran, nun frag
ich mich, ob sie ihn jemals gelesen haben ! Wie können diese Menschen mit
der tolerantesten und frauen-freundlichsten der drei großen monotheistischen
Religionen solchen Schindluder betreiben ? Nirgendwo im Koran steht
geschrieben, dass Frauen komplett verhüllt sein müssen, nirgendwo, dass sie
aus dem Alltagsbild zu verschwinden haben.
Ich kann wirklich nicht verstehen, wo dieser Hass herkommt, warum die
Taliban eine solche Unterstützung bekommen - öffentliche Hinrichtungen und
das Volk jubelt.... Die Hälfte der Bevölkerung wurde elementarster
Menschenrechte beraubt und die Koran-Schüler kommen damit durch ??
Von der afghanischen Normfrau sieht und hört MANN nichts, sie ist zu
einer Haussklavin degradiert, zu einem Haushaltsgegenstand geworden .....
Wir können hier in Deutschland jubeln, dass wir von religiösem
Fanatismus egal aus welcher Richtung verschont bleiben, vor allem von
Fanatikern, die ihre Religion pervertieren !
Hier ist der Link zu Rawa, der revolutionären Vereinigung der Frauen
Afghanistans; Rawa ist eine politische und soziale Organisation afghanischer
Frauen, die für Frieden, Freiheit, Demokratie und Menschenrechte im vom
Fundamentalismus zerstörten Afghanistan kämpfen.

Tina, 13. August 2001

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Die Normfrau bei der Bundeswehr

Tina, 15.August 2001
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Das perfekte Paar
Es waren einmal ein perfekter Mann und eine perfekte Frau. Sie
begegneten sich, und da ihre Beziehung perfekt war, heirateten sie. Die
Hochzeit war perfekt. Und ihr Leben zusammen war selbstverständlich ebenso
perfekt.
An einem verschneiten, stürmischen Weihnachtsabend fuhr dieses perfekte
Paar eine kurvenreiche Straße entlang, als sie am Straßenrand jemanden
bemerkten, der offenbar eine
Panne hatte. Da sie das perfekte Paar waren, hielten sie an, um zu
helfen. Es war der Weihnachtsmann mit einem riesigen Sack voller Geschenke.
Da sie die vielen Kinder am Weihnachtsabend nicht enttäuschen wollten, lud
das perfekte Paar den Weihnachtsmann mitsamt seiner Geschenke in ihr Auto.
Und bald waren sie daran, Geschenke zu verteilen.
Unglücklicherweise verschlechterten sich die (ohnehin schon schwierigen)
Straßenbedingungen immer mehr, und schließlich hatten sie einen Unfall. Nur
einer der drei überlebte.
Wer war es?
Die Antwort weiter unten
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Es war natürlich die perfekte Frau. Sie war die einzige, die überhaupt
existiert hatte. Jeder weiß, dass es keinen Weihnachtsmann gibt, und erst
recht keinen perfekten Mann.
Für Frauen endet die Geschichte hier. Männer bitte weiter
unten weiterlesen...
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Wenn es also keinen Weihnachtsmann und keinen perfekten Mann gibt, muss
die perfekte Frau am Steuer gesessen haben. Das erklärt, warum es einen
Unfall gegeben hat.
Wenn Sie übrigens eine Frau sind und dies lesen, wird dadurch
noch etwas bewiesen: Frauen tun nie das, was man ihnen sagt.
Tina, 26. Oktober 2001 - Verfasser unbekannt
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Das Mutti
geschrieben von Fee Zschocke
Meine geheimnisvolle Verwandlung vollzog sich an einem ganz normalen
Montag, nachmittags 17.46 Uhr MEZ, von einer Minute auf die andere. Aus der
Spezies „Frau“ (Weiblich, besondere Kennzeichen: leichtsinnig, fröhlich bis
albern, sinnlich, kapriziös, attraktiv, witzig, mit einem Hang zum Luxus und
zum schönen Phlegma) wurde die Gattung „das Mutti“ (besondere Kennzeichen:
bieder, belastbar, besorgt, ernsthaft, genügsam, nervös, 24 Stunden voll im
Einsatz).
Das Mutti ist streng geschlechtsneutral und kommt überall auf der Welt
vor: Gehäuft auf Kinderspielplätzen. Zu erkennen ist das Mutti an seiner
bellenden oder schrillen Tonlage: „Stefan, sofort runter da, sonst setzt es
etwas!!“, und an einem rastlosen Betätigungsdrang (bevorzugte Tätigkeiten:
stricken, Rotz abwischen, Backe-backe-Kuchen-machen, Mützen ab- und
aufsetzen, Apfelsinen schälen, Fläschchen schütteln, Küsschen oder Knüffe
verteilen).
Sitzt das Mutti wider Erwarten mal ganz ruhig da, ist zumindest ein Fuß
in Bewegung: er schaukelt den Kinderwagen. Das Mutti tritt selten allein
auf, sondern ist meist rudelweise von seinen Jungen umgeben. Sind diese noch
klein, trägt das Mutti sie in einer textilen Ausbuchtung vor dem Bauch oder
Rücken (ähnlich dem australischen Känguru, jedoch bewegt sich das Mutti nur
selten hüpfend vorwärts). Wenn die Jungen größer sind und aufrecht gehen
können, übt es geduldig die Tätigkeit des „Spazierenstehens“ aus. Während
das Mutti-Junge sich im Matsch suhlt, jedes Steinchen auf seine
Verwendbarkeit untersucht, Grashalme frisst oder tiefsinnig sein Spiegelbild
in Pfützen betrachtet, bleibt das Mutti einfach stehen. So verbringt es
einen Großteil seiner Zeit, in Kälte und Nässe ausharrend, stumm,
schicksalsergeben.
Mutti ist Frau nicht von Geburt an, zum Mutti wird sie gemacht. Viele
Frauen bezeichnen diesen Hergang als äußerst lustvoll, wahrscheinlich gibt
es deshalb noch einige von ihnen. Manche machen sich nicht klar, was die
Mutti-Metamorphose bedeutet. Auf jeden Fall ist es ein irreversibler
Prozess: einmal Mutti – immer Mutti. Was sich auch darin ausdrückt, dass
manche „Vatis“ (männlich, besondere Kennzeichen: oft aushäusig, meist
paschamässig auf Draht und windelmässig unerfahren, auch – oder gerade –
nach der Geburt der Jungen unentwegt um die begehrenswertere Spezies „Frau“
herumbalzend) es fortan neutral „Mutti“ zu nennen.
Für die Aufzucht (siehe auch „Sozialisation“) sind stets wir Muttis
allein zuständig – eine Aufgabe, in der wir für den Rest unseres Lebens
aufzugehen haben. Durchdrungen von der existentiellen Wichtigkeit des
Brutpflegetriebs, werden die Muttis offensichtlich jahrelang zu
Höchstleistungen angetrieben. Einem Mutti – und darin erweist sich die
ausgesprochene Widerstandsfähigkeit dieser äußerlich schutzbedürftigen,
innerlich aber erstaunlich zähen Gattung – macht es nichts aus, drei bis
viermal pro Nacht das warme Nest zu verlassen, um die brüllenden Jungen mit
Nahrung zu versorgen. Ein Mutti ödet es nicht an, täglich den immergleichen
Brei zu bereiten und den immergleichen Spielplatz mit den immergleichen
Mit-Muttis aufzusuchen und dort die immergleichen Gespräche zu führen. Wer
sich als Artfremder mit uns Muttis unterhalten will, fühlt sich binnen
kurzem außen vor. Haben wir Muttis doch eine Art von Geheimcode entwickelt,
mit dem wir uns mühelos untereinander verständigen: Da wimmelt es plötzlich
von Worten wie Strapelpeterfixies, Paidi, Peaudoux oder Osh-Kosh, es gibt
Duplos, den Sauggli, den Schniedelwutz oder den Pipi-Mann, die Tut-tut-Bahn,
das Tatü-Tata und das Hoppe-Hoppe; da schwirren so exotische Begriffe durch
die Luft wie „Agrar-Test“, „Phimose“, „Ur-Vertrauen“, „rechtsdrehender
Joghurt“ oder „Drei-Monats-Koliken“......
Kurz: Besonders Jung-Muttis, die sich in ihrem Dasein als Frau
profiliert haben, indem sie ihr Abi mit „Eins“ und ihr Examen mit „cum
laude“ gemacht haben, machen in der Regel eine seltsame intellektuelle
Regression durch. Wie alle Muttis dieser Welt verfallen sie in eine Art
frühkindlicher Stammel-Sprache, deren Hauptbestandteil das Diminutiv ist
(„Will Dodolein jetzt Heia-Heia machen? Aber erst kriegt Dodolein noch ein
Küssilein....“). Die Mutti-Metamorphose ist in allen Bereichen des täglichen
Lebens spürbar. Statt „Die Liebe in den Zeiten der Cholea“ Liest das Mutti
jetzt „Die Häschenschule“, statt raffiniertem „Kaninchen in Senf-Sauce“
bereitet es gesunden salzlosen Blumenkohl, statt zu „Cabaret“ geht es ins
Kindertheater zu „Peterchens Mondfahrt“ und beim Shopping suchen wir nicht
nach getupften Ballon-Rock für uns, sondern nach einer strapazierfähigen
Latzhose für das Jüngste, genügsam wie wir nun mal sind.
Am verblüffendsten aber ist die optische Verwandlung des Muttis.
Knallenge Calvin-Klein-Jeans, spitzenbesetzte BH´s unter schimmernden
Seidenblusen, verführerische Stöckel oder ausgeflippte 50er-Jahre-Klamotten
– alles passe. Das Mutti, ewig mit Brei bekleckert und ewig in Zeitnot, hat
sein farbenfrohes Kleid abgelegt, mit dem es einst Vati zur Balz
aufforderte. Bequeme Jeans, Turnschuhe, ein weites Sweatshirt – so etwa
sieht der Einheitslook des mitteleuropäischen Mutti-Tiers aus.
Verhaltensforscher sprechen inzwischen schon von einem deutlich ausgeprägten
„Mimikry-Effekt“: je grauer und eintöniger der Alltag des Mutti zwischen
Küche-Kacke-Kindergarten ist, desto grauer und einfallsloser kleidet sie
sich.
Und Vati? Vati, der all das gewollt und verursacht hat? Vati schmollt.
Er fühlt sich, zumindest im ersten Jahr, um all das betrogen, was ihm bis
dahin lieb und teuer war, seine ungestörte Nachtruhe. Sein geregeltes
Sexualleben. Seine spontanen, ausgedehnten Kneipen-Touren. Seine saubere,
untadelig aufgeräumte Wohnung. Seine stets perfekt angezogene Vorzeige-Frau.
Seine Vorrangstellung im Herzen derselben.
Statt dessen sitzt er da mit diesem völlig fremden Wesen, dem Mutti, und
leidet unter dem sogenannten „Baby-Speck“ – Symptome: nächtliche
Schweißausbrüche bei der ersten lautstarken Unmutsäußerung des Babys, ein
heftiges, langanhaltendes Gefühl der Unzugänglichkeit dem Mutti gegenüber
(„Was zum Teufel ist „teiladaptierte Milch....?“) und des Ausgeliefertseins,
das oft klaustrophobische Züge annimmt („Hier komm´ ich nie mehr raus, das
geht jetzt zwanzig Jahre lang so weiter....“), nie gekannte seelische
Wechselbäder von unbändigem Stolz bis zur ohnmächtigen Wut. Unter dieser
Schockeinwirkung – also im Stadium der Unzurechnungsfähigkeit – erliegen
manche Väter gern der nächstbesten Versuchung, deren Name „Weib“ ist, und
trennen sich von Mutti. Doch es nützt alles nichts. An einem x-beliebigen
Mittwoch, um 13.34 Uhr, ist es mal wieder soweit: ein zarter Schrei – und
wieder ist ein Mutti geboren.
von Beate, schon viel eher vorgeschlagen, aber erst am 26.Oktober 2001 hochgeladen ....
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Damals im Paradies
Eines Tages im Garten Eden rief Eva zu Gott:
"Ich habe ein Problem !"
"Was ist dein Problem, Eva !?"
"Ich weiß, du hast mich geschaffen und mir diesen Garten mit all den
wunderbaren Tieren und dieser lustigen Schlange gegeben, aber ich bin
einfach nicht glücklich."
"Warum das, Eva?" kam die Antwort von oben.
"Herr, ich bin einsam und ich kann Äpfel auf den Tod nicht mehr
ausstehen!"
"Gut, Eva. In diesem Fall habe ich eine Lösung. Ich werde einen Mann für
dich schaffen."
"Was ist ein Mann, Herr?"
"Der Mann wird eine fehlerhafte Kreatur mit vielen schlechten
Charakterzügen sein. Er
wird lügen, betrügen und er wird eitel sein: alles in allem wird er es
dir recht schwer machen. Aber er wird größer und schneller sein, und er wird
es mögen, Dinge zu jagen und zu töten. Er wird albern aussehen, wenn er
erregt ist. Aber da du dich beschwert hast, werde ich ihn so erschaffen,
dass er dich in all deinen körperlichen Bedürfnissen befriedigen wird. Er
wird geistlos sein und wird sich an kindischen Sachen, wie prügeln und einen
Ball umherzukicken, erfreuen. Er wird nicht allzu clever sein, so benötigt
er also immer deinen Rat um richtig denken zu können."
"Das klingt gut." sagt Eva mit einer skeptisch erhobenen Augenbraue.
"Aber wo
ist der Haken?"
"Nun.....du kannst ihn nur unter einer Bedingung haben!"
"Welche ist das?"
"Wie ich sagte, er wird stolz, arrogant und selbstbewundernd sein. So
sollst du ihn in dem Glauben lassen, ich habe ihn zuerst
geschaffen....vergiss nicht, es ist unser kleines Geheimnis. Du
weißt schon, von Frau zu Frau."
Tina, 15. November 2001 - Verfasser unbekannt
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Hausfrauen in der Waschküche
Meine Waschmaschine ist ja nun seit einiger Zeit kaputt und deswegen
benutze ich jetzt die Waschküche und die Trockenräume im Keller unseres
Hauses, insgesamt etwa 55 bis 60 Parteien im ganzen Block, meistens
selbstgenutzte ETW.
Normalerweise wasche ich am Wochenende so etwa 10 Maschinen. In der
Waschküche stehen 2 Maschinen, daher ist das gar nicht so schlimm. Ich bin
aber schon angemaunzt worden, ob ich nicht unter der Woche waschen könne.
Nein, kann ich nicht, da arbeite ich. "Aber Sie haben doch Kinder!?!?!?! *entsetztschau*."
Dabei ging es nur um den Platz im Trockenraum, nicht um die Waschmaschinen,
da hätte ich ja noch Verständnis für gehabt. Aber die Frauen meinen, dass
Ihnen immer der ganze Trockenraum zusteht, wenn sie da drei Unterhosen
hängen haben. Dabei haben wir 4 (!!!!!) Trockenräume.
Letzten Sonntag wusch ich wieder mal meine 10 Maschinen, unter anderem
Bettwäsche, und weil der Trockner - im Gegensatz zu den Waschmaschinen -
immer noch DM frisst und ich keine hatte, habe ich die Bettwäsche halt
aufgehängt. Gestern nahm ich sie runter (muss ich mich schämen, weil die 4
Tage hingen?). Ich habe die glücklicherweise inzwischen knochentrockenen
Bettücher gleich zusammengelegt. Darauf die entsetzte Frage, ob ich die
nicht bügle. Nein, tue ich nicht, warum auch? Nach einer Nacht sind die
wieder knitterig. Ich bügle auch keine Unterwäsche und keine T-Shirts. Ich
bügle überhaupt nur meine
Heute-kommt-ein-Kunde-und-ich-muß-mich-in-Schale-schmeißen-Blusen und die
Hemden meines Mannes (der aber auch kaum welche trägt).
Ich glaube, ich bin eine miserable Hausfrau. Ich traue mich kaum noch in
die Waschküche. Irgendwie habe ich jetzt immer das Gefühl, dass ich da
schräg angeschaut werde. Ich trage meine Wäsche auch immer in (sauberen!!!!)
Müllsäcken nach unten, weil ich keine Wäschekörbe habe (habe ich ja nie
gebraucht, weil wir die Maschine im Bad hatten) - grober Fauxpas. Und ich
benutze keine Stärke (finde ich kratzig). Und ich wasche Wolle nicht mit der
Hand (wozu hat denn die Maschine einen Wollwaschgang?). Und ich habe keine
Wäscheklammern (mir ist noch nie etwas heruntergefallen *wunder*).
Wahrscheinlich bin ich jetzt tausend Megahausfrauen hier auf die Füße
gestiegen? Aber ich bin von den Superhausfrauen bei uns inzwischen nur
genervt.
Dabei haben wir auch supernette Mieter. Aber die haben wahrscheinlich
alle eine eigene Waschmaschine *grummel*. Ich mache drei Kreuze, wenn unsere
Waschmaschine wieder funzt.
Elisabeth, 18. Januar 2002
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Scheidung ?
Aus der Presse wissen wir, dass inzwischen in Deutschland jede dritte
Normehe geschieden wird und in der überwiegenden Zahl der Fälle ist es die
Frau, die zum Anwalt geht.
Auch in meiner Umgebung höre ich etwa jeden Monat, das sich ein Paar
trennt, oftmals kommt das für uns Außenstehende völlig überraschend, nach
außen hin schien die Ehe glücklich und zufrieden.
Erst letzte Woche habe ich auf dem Hausfrauen- und Mütterbegegnugsfeld
(man kann es auch profan als Spielplatz bezeichnen, aber das wäre nur die
halbe Wahrheit) mit einer frisch getrennten Ehefrau unterhalten. Seit August
lebt sie von ihrem Mann getrennt und musste als eine der ersten
schmerzlichen Tatsachen feststellen, dass sie nicht nur einen Mann, sondern
vor allem einen Status aufgegeben hat : von der ehrbaren Ehefrau zur
asozialen Alleinerziehenden ! In der gesellschaftlichen Frauenskala ist sie
von fast ganz oben (sie hat nur ein Kind) nach fast ganz unten gefallen
(immerhin hat sie ein Kind ....).
Der Trennungsgrund war unter anderem, dass der Mann selbstständig wie
ein 3 Jähriges Kind ist (keine 2 Wochen nach der Trennung hatte er wieder
eine neue Lebensabschnittsgefährtin aufzuweisen). Es würde ihm im Traum
nicht einfallen, im Haushalt mitzuhelfen. Er bestimmt, wohin die Familie in
Urlaub fährt. Jetzt fährt sie mit dem Kind allein :-)
Eine Freundin hat sich vergangenes Jahr von ihrem Mann getrennt, ihm
wurde das Leben mit drei halbwüchsigen Kindern zu anstrengend und so ist er
ausgezogen. Endlich konnte er mal mit einer anderen, nicht so langweiligen
Frau, ins Bett und endlich konnte er ins Fitnessstudio gehen, wann er wollte
und sooft er wollte ! Aber leider wurde ihm schnell klar, dass er nun auch
alleine seine Wäsche waschen muss und dass Supermärkte die Lebensmittel
nicht in seinen Kühlschrank beamen. Und dann die Unterhaltsforderungen
seiner Exfrau !!!!!!! Ein Notar erklärte ihm dann mit knappen Worten, dass
die Angetraute auf Ehegattenunterhalt verzichte, ganztags arbeiten gehe und
er nur Unterhalt für die Kinder zu berappen habe, den die Angetraute
allerdings zu knapp kalkuliert hatte, der musste noch erhöht werden. Wenn er
nicht zahlte, dann würde geklagt *batsch*
Die neue Flamme weigert sich, ihm den Haushalt zu führen, will nicht mal
bei ihm einziehen ! Die Kinder sieht er alle zwei Wochen von Samstag Abend
bis Sonntag Abend - und das ist schon sehr anstrengend für den armen Mann.
All diese Lebensumstände ließen ihm keine Wahl, er wollte wieder zuhause
einziehen, doch mittlerweile hat der Hund seinen Platz im Ehebett
eingenommen und den möchte die Angetraute nicht rausschmeißen. Sie lässt
sich nicht mehr zur Putzfrau und zum Kindermädchen degradieren und kassiert
weiterhin den üppigen Kindesunterhalt und treibt ihn in die Armut.
Wenn ich von solchen Männern höre, dann wundert mich die hohe
Scheidungsrate nicht mehr. Natürlich ziehe ich Vergleiche zu meiner
Standesamtlichen Zuteilung, doch zum Glück schneidet er da wesentlich besser
ab.
Als nächstes überlege ich dann, wie ich meinen Sohn erziehen kann, damit
er mal nicht zu so einem armseligen Wicht mutiert - denn das ist sicher :
ändern werden sich die aktuellen Ehemann-Flaschen nicht mehr (schuld sind
immer die Emanzen, die dreckigen), aber meine Schwiegertochter soll mir mal
dankbar sein *gggggg*
Tina, 21. Oktober 2001

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Sex and the doctor
Heute war ich beim Gynäkologen. Neun Monate nach der Geburt meines
Sohnes hat meine Periode wieder eingesetzt. Nicht dass ich sie ernsthaft
vermisst hätte, aber ich hatte die Hoffnung, dass unser leicht aus dem Ruder
gelaufenes Sexualleben wieder ins Lot kommen könnte, jetzt, wo mein
Hormonhaushalt sich wieder normalisiert. Ich hätte so gerne mal wieder mehr
Lust auf Sex als auf Fensterputzen. Und ich putze die Fenster nur alle halbe
Jahre – wenn’s hoch kommt. Aber der Mann (der Gynäkologe, nicht meiner) nahm
mir schnell jede Hoffnung. „Nöö, meinte der. Das hat nichts mit Ihren
Hormonen zu tun. Das liegt an der veränderten Situation. Vielleicht sind Sie
abends jetzt eher mal etwas müde.“
Recht hatte er. Bin ich. Aber er war noch nicht fertig.
„Wenn Sie daran etwas ändern möchten, dann müssen Sie die Sache selbst
in die Hand nehmen.“ Tat ich doch gerade. Ich fragte meinen Gyn um Rat..
Aber der hatte noch mehr auf Lager.
„Da dürfen Sie halt mal nicht bis um halb eins fernsehen. Da müssen Sie
mal ein paar Kerzen anzünden und ein Glas Wein zusammen trinken.“
Dieser Knaller! (Ich wiederhole, ich meine den Gynäkologen, nicht meinen
Mann.). Erstens mal sehe ich nicht bis halb eins fern, weil ich spätestens
um halb zehn vor der Kiste einschlafe. Und des weiteren: Wenn die Sache so
einfach wäre, hätte ich wohl kaum das Bedürfnis gehabt mit meinem Arzt
darüber zu sprechen. Wir werden wohl eher zu Alkoholikern und fackeln
womöglich die Wohnung ab, als dass so plumpe Mittel zum Ziel führen.
Zurück an seinem Schreibtisch warf der Herr Doktor noch einen Blick auf
den Bildschirm und meinte dann aufmunternd: „Na, was wollen Sie denn? Die
Familienplanung ist ja mit zwei Kindern sowieso abgeschlossen. Da lassen Sie
es halt bleiben, wenn Sie keine Lust haben.“
Und dann ist es passiert!
Mit zwei Schritten war ich um den Schreibtisch herum und packte ihn mit
beiden Fäusten an den Kragenenden seines Kittels. Ich riss ihn vom Stuhl
hoch, bis sein Gesicht auf der Höhe von meinem war und zischte ihn an: „Wann
meine Familienplanung abgeschlossen ist, bestimme ich immer noch selbst.“ Er
kniff etwas die Lider zusammen, weil er meinen Speichel in die Augen
bekommen hatte. Außerdem lief er dunkelrot an, weil mein eisenharter Griff
die Blutzufuhr zu seinem Hirn absperrte. Ich schüttelte ihn leicht.
„Und, Doktorchen, wenn man die Probleme mit meinem Sexualtrieb mit ein
paar Kerzen und `ner Flasche Wein beheben könnte, dann wären solche Zeitungen
wie Freundin und Brigitte schon reihenweise pleite gegangen.“
Er röchelte etwas. Ich lockerte den Griff um seinen Kragen, presste ihn
dafür fest an die Wand. Die blaurote Gesichtsfarbe wich einem freundlichen
Aschgrau. Aber ich war noch nicht fertig mit dieser Stütze des deutschen
Gesundheitswesens.
Weißt du, Doktorchen, ich könnte jetzt auch einen ultimativen Eingriff
in deine Familienplanung vornehmen.“ Ich hob etwas mein Knie. Der Arzt riß
die Augen auf und schüttelte heftig den Kopf.
„Na gut. Ich lasse noch mal Gnade vor Recht ergehen“, sagte ich und
verließ die Praxis.
Okay, okay, es war ein klitzeklein bisschen anders. Tatsächlich sagte ich
fast gar nichts mehr, verabschiedete mich höflich und verließ immerhin
türenschlagend die Praxis. Na ja, nicht wirklich türenschlagend. Es war halt
Durchzug.
Ich hätte kotzen können, aber auch das tat ich nicht, denn damit hätte
ich nur die Putzfrau des Ärztehauses getroffen.
Hier die Erkenntnis des heutigen Tages: Ich bin über dreißig, habe zwei
Kinder. Ich brauche keinen Sex mehr.
Bisher war es mir egal, ob ich eine Normfrau bin oder nicht, aber wenn
das die Norm ist, dann doch lieber nicht.
PS: Ich danke der Normfrau für das Telefonat, das mich wieder
aufgepäppelt hat und für die Telefonnummer ihres Gynäkologen.
Daniela, 26. März 2002
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Gute Mütter
Eine Nachrichtenmeldung schreckte die Mütter der Nation auf:
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Zweijähriges Mädchen stirbt in überhitztem Auto
dpa Memmingen - In
einem völlig überhitzten Auto ist ein von seiner Mutter
zurückgelassenes zweijähriges Mädchen im schwäbischen Memmingen ums
Leben gekommen. Die 32-jährige Mutter aus dem baden-württembergischen
Grenzgebiet zu Bayern habe das Auto mit ihrer schlafenden Tochter um
8.00 Uhr im Schatten abgestellt, berichtete die Polizei gestern. Bei
ihrer Rückkehr fast drei Stunden später habe der Wagen in der prallen
Sonne gestanden, wo im Inneren des Autos Temperaturen um 46 Grad
herrschten. Die Staatsanwaltschaft Memmingen ermittelt wegen
fahrlässiger Tötung. «Bei einer solchen Familientragödie gibt es auch
die Möglichkeit, von Strafe abzusehen», sagte Behördenleiter Alfred
Stoffel. Die Frau, die ein weiteres Kind erwartet, liegt mit einem
Schock im Krankenhaus. Auch der Vater sei noch nicht vernommen worden.
Laut Obduktion starb das Kind an Herz- und Kreislaufversagen,
ausgelöst durch Überhitzung.
Berliner Morgenpost
vom 21.6.2002
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Wie viele andere dachte ich auch zuerst: "Wie konnte diese
Frau ihr Kind nur drei Stunden allein im Auto lassen ? Mit so einer habe ich
kein Mitleid !!!" Carola von der
Hausfrauenseite hat mich dann
allerdings zum Denken angeregt - WARUM die Mutter das Kind solange im Auto
lies ist nämlich auch bis heute (25. Juni) noch nicht geklärt. Fest steht
nur, dass die Mutter zur Firma des Vaters fuhr und das Auto mit dem
schlafenden Kind um 8 Uhr im Hinterhof im Schatten abstellte und tatsächlich
erst 3 Stunden später jemand nach dem Kind schaute. Vom Vater
ist in den ganzen Meldungen übrigens nie die Rede - können Väter nicht nach
Kindern schauen ? Was bringen uns anderen Müttern die
empörten Aufschreie ? UNS passiert so was niemals, weil eine gute Mutter ihr
Kind natürlich nicht auch nur eine Minute aus den Augen lässt, geschweige
denn es alleine im Auto zurück lassen würde - NIEMALS - N E V E R !!!!
Brauchen wir um unser Selbstbild als Mutter zu bestätigen
diese Frau als absoluten Nullpunkt in unserer "guten-Mutter-Skala" ? Die hat
ihr Kind im Auto qualvollst sterben lassen - ich würde mein Kind niemals im
Auto lassen, also bin ich eine tolle Mutter und die ist Dreck.
In einem Mütterforum habe ich diesen Gedanken mal angesprochen und wurde von
den selbsternannten Rächer-Müttern in die Schranken gewiesen - sie sind gute
Mütter und wer nicht so denkt und handelt wie sie, der ist Abschaum und
sollte sofort die Kinder weggenommen bekommen. Dort fühlen sich einige
Frauen als Richter, Ankläger und Vollstrecker gleichzeitig: das tote Kind
war allein im Auto, mehr müssen sie nicht wissen um das Urteil über die
Mutter zu fällen und schreien danach, dass ihr das noch Ungeborene sofort
nach der Geburt weggenommen wird und die Frau lebenslang in den Knast
wandert - ach was Knast, das ist noch viel zu gut für so eine ! Man
forderte, sie gefesselt und im Schneeanzug 3 Stunden in eine Sauna zu
stecken ! Lynchjustiz und Selbstherrlichkeit gehören anscheinend zusammen.
Es folgte eine regelrechte Hexenjagt, es wurden Unterstellungen und
Vermutungen geäußert, die dann zwei Postings später als Beweismittel gegen
mich und andere schlechte Mütter herangezogen wurden. Aus meinem Einwand,
dass es ja vielleicht so gewesen sein könnte, dass das Mädchen die ganze
Nacht nicht geschlafen haben könnte und die Mutter es deshalb nicht wecken
wollte - was ich vielleicht auch getan hätte wurde: du lässt
dein Kind also auch stundenlang im Auto allein, ich mache das nie, ICH NICHT
! Jeder kleine Einwand wurde von den Supermüttern
weggefegt - man lässt Kinder nicht allein und fertig, ihnen würde so was
niemals passieren können, weil sie sind gute Mütter und sie haben die
Verantwortung für ihre Kinder übernommen und sie stehen dazu - Punktum!
Interessanterweise vertreten vor allem Ein-Kind-Mütter 3 Monate nach der
Geburt desselbingen solch radikale Meinungen. Hoffentlich
holt sie die Realität nicht zu schnell und zu hart ein.
Tina, 25. Juni 2002

Nachtrag
Man muss nur lange genug warten.
Eine der Supermütter aus besagtem Forum schrieb vor ein paar Tagen, dass sie
im Auto geblitzt worden sei - mit etwa 50 km/h in einer Tempo 30 Zone vor
einer Schule. Aber wen interessieren schon die Kinder andere Leute??
Und als der gleichen Supermutter dann eine Woche später das eigene Kind vom
Wickeltisch fiel - welcher guten Mutter passiert den sowas ??? - da jammerte
sie im Forum um Mitleid und bekam es auch, von den gleichen Hyänen, die über
andere verantwortungslose Mütter herfallen. Doppelmoral ist da noch ein
sanfter Ausdruck ......
17. August 2002 zurück
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Hausfrauenfrust
Hausfrauenfrust macht sich breit, wenn .......
.... ich immer die gleichen Böden putze - um zu
sehen wie kurze Zeit später wieder jemand Apfelsaft verschüttet.
.... ich Socken sortiere, saubere Pullis in den Schrank lege und
genau die gleichen Klamotten wenige Tage später wieder in die Waschmaschine
stopfe.
... ich den Kühlschrank fülle und zwei Tage später der Käse alle und die Butter knapp
ist und von meinem Lieblingsjoghurt ist auch nichts mehr da (ich habe
natürlich keinen Becher abbekommen) ... ich
koche, wische, tue und mache und doch nie das Gefühl habe wirklich
produktiv zu sein. .... ich auf mein Girokonto schaue und es
im besten Fall gerade so ausgeglichen ist, aber ich leider noch 2 Wochen bis
zum nächsten Gehalt überbrücken muss. .... ich auf die Waage
steige und die das Spiegelbild bestätigt - ich werde immer fetter.
.... ich das Gefühl habe, dass mich jedes zusätzliche Kilo Körpergewicht 10
Punkte meines IQ`s kostet - die geistige Herausforderung durch meinen
Haushalt ist wirklich enorm ! Und dann kommen diese Tage, da schreit
das Baby in einer Tour, es regnet, es sind Ferien und die größeren Kinder
quälen sich gegenseitig - da hilft dann nur noch Alkohol oder
Schokolade; ich entscheide mich für die Schokolade, viel Schokolade, die
sich sofort mit ungefähr 5 Kilo Fett auf meinen Hüften festsetzt und mein IQ
sinkt um weitere 50 Punkte und das Baby schreit und die großen Kinder
schreien und die Wäsche türmt sich und der Boden klebt und irgendwas
wichtiger wollte ich noch erledigen ............ Ich bin
unzufrieden, ich bin so unzufrieden, dass ich meine Freundinnen um alles
mögliche beneide und sie das auch spüren lasse - obwohl ich mir bewusst bin,
dass es ihnen letztendlich auch nicht besser geht als mir. Diese Spirale aus
Unzufriedenheit, Neid und Selbstmitleid zieht mich immer weiter nach unten
und ich finde keinen Weg hinaus aus diesem Kreislauf.
Tina, 1. August 2002
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30
In drei Wochen ist es soweit: ich werde 30, zufällig am
ersten Jahrestag der Zerstörung des World Trade Centers.
Ich sah die Ally McBeal Folge, in der eben diese 30 Jahre
alt wurde und da habe ich noch gelacht, denn erstens lief diese Folge vor
etwa 2 Jahren (da war ich noch weit, weit entfernt von meinem 30ten
Geburtstag) und zweiten bin ich im Gegensatz zu Ally sowohl verheiratet und
habe auch schon Kinder.
Und deshalb sah ich bis vor kurzem meinem 30ten Geburtstag
recht gelassen entgegen.
Aber jetzt häufen sich die unheilvollen Vorzeichen:
* das erste Vorzeichen war mein Gesicht - plötzlich gehen
die kleinen Lachfalten nicht mehr weg, sobald ich wieder ernst gucke, nein
sie haben sich in mein Gesicht gegraben und plötzlich rächt sich, dass ich
die Cremes mit den Anti-Aging-Wirkstoffen immer wieder schnell zurück ins
Regal stellte. Was kostet so ein Lifting eigentlich ???
* das zweite Vorzeichen folgte auf den Fuß: meine
Oberschenkel. Schlank sind sie ja schon lange nicht mehr, aber so halbwegs
straff waren sie doch - bis jetzt! Cellulitis macht sich breit und wie man
in jeder guten Frauenzeitschrift nachlesen kann ist Cellulitis der Anfang
vom Ende - frau wird alt, alt und faltig ....... wie Kylie Minogue ......
* seit dieser Woche (wir schreiben Mitte August 2002) sind
alle meine Kinder vormittags außer Haus. Die große kam in die 5.te Klasse,
der Mittlere in die Schule und Nummer 3, kaum dass sie abgenabelt wurde, in
den Kindergarten. Meine Kinder sind ein ganzes Stück selbstständiger
geworden und ich ein Stück überflüssiger - soll ich meine Fürsorge ab sofort
meinen Fenstern widmen ??? Selber das Wohnzimmer verwüsten und weiterhin
Sesamstrasse gucken ?
* der Hammer kam dann vor 2 Tagen: mein Tagespflegekind kann
nicht mehr kommen, weil der Vater arbeitslos wurde und somit auch ich (nur
steht mir kein Arbeitslosengeld zu). Wie es sich für eine Normfrau gehört
(und danach streben wir doch alle) ist es jetzt an mir, mir eine
Halbtagsstelle zu suchen - arbeiten gehen oder das zweite Auto verkaufen.
Dummerweise rief mich noch kein Personalchef spontan an um mir eine gut
bezahlte Heimarbeit anzubieten und das kann eindeutig nur an der Cellulitis
liegen ....
Was mache ich nun ? Soll ich anfangen Krönung light zu
trinken und meine Slipeinlage je nach Bedarf klein falten oder nicht ?
Zusehen, dass ich so schnell wie möglich wieder schwanger werde, damit ich
im gewohnten Trott bleibe ? Was bleibt eine Frau jenseits der 30 noch vom
Leben ???? (mein Mann beginnt auf einmal mich zu zitieren - all die netten
Sachen, die ich zu ihm sagte, als er 30 wurde).
Werden Normfrauen älter als 30 ?
Werden wir aus der Norm gefallenen mit 30 automatisch in die
Norm-Form gequetscht?
Was mache ich in 10 Jahren, wenn die 40 anstehen ??
Tina, 18. August 2002

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Maschinen mit Sensor
Wenn ich meine Umgebung beobachte, dann komme ich zu
dem Schluss, dass Maschinen und Geräte mit Sensoren ausgestattet sein
müssen. Diese Sensoren registrieren das Geschlecht des Nutzers und
reagieren dann je nach Programmierung entweder einwandfrei oder mit
Funkenschlag und Kurzschluss.
Waschmaschinen zum Beispiel arbeiten nur, wenn eine
Frau sie bedient. Kommt ein Mann in unmittelbare Reichweite eines
dieser Geräte, dann stellt es sich tot. Waschmaschinen lassen sich
auch nicht überlisten, in dem eine Frau sie befüllt, ihr gut zuredet,
sie streichelt und ein Mann dann den Ein-Schalter drückt - in diesem
Fall wird sich die Laugenpumpe sofort mit dem Ablaufschlauch
erdrosseln und der Motor explodieren. Die einzigen Männer, die von der
Waschmaschine akzeptiert werden, sind Waschmaschinen-Monteure, aber
das auch nur für viel, viel Geld ....
Bohrmaschinen hingegen arbeiten nur für Männer. Ein
Mann kann auf einer wackeligen Leiter, einhändig und ohne Kraftaufwand
mühelos ein 14er Loch in den Fenstersturz bohren. Versucht eine Frau
hingegen in weichen Gipsputz ein klitzekleines Löchlein für einen
Haken zu bohren, dann stürzt sich die Bohrmaschine mit dem gesamten
Bohrfutter in den Putz und brennt aus. Man munkelt von einigen
besonders bösartigen Exemplaren, die Frauen mit multiplen Piercings
versehen haben, nur weil sie die Bohrmaschine auf Bitte ihres Mannes
kurz gehalten haben.
Stichsägen sind hinterhältig. Benutzt sie ein Mann,
dann zaubern sie mit Leichtigkeit und Eleganz die spitzesten Winkel
und sanftesten Kurven in Hölzer und Platten. Aber wehe eine Frau legt
Hand an eines dieser Geräte, dann zickt und bockt es und das Holz
sieht aus wie abgebrochen. Lässt die Frau es darauf ankommen und
beendet das Holz-Massaker nicht sofort, dann richtet sich die
Stichsäge gegen die Benutzerin und entfernt ihr in sanften Kurven die
Hand vom Arm.
Die Mimose unter den Geräten ist das
Bügeleisen. Mädchen werden schon mit einem Bügeleisen in der Hand
geboren und können 4 Wochen später perfekte Bügelfalten in die Hosen
ihres Vaters zaubern. Schaut ein Mann ein Bügeleisen nur an, dann
fällt es sofort ins Koma; fasst ein Mann es gar an, dann zerfällt es
sofort zu Staub und Asche. Dieses Verhalten wurde schon Millionenfach
beobachtet, deshalb werden jungfräuliche Bügeleisen zur ihrem Schutz
nur in blickdichten Packungen und sicher zwischen Lockenstäben und
Epiliergeräten angeboten.
Vielleicht ist in diese Geräte auch gar kein Sensor
eingebaut und es handelt sich um unumstößliche Naturgesetze?
Tina, 1. Okober 2002

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Dankbarkeit
oder:
Das Recht in Ruhe unglücklich zu sein
In letzter Zeit frage ich mich ernsthaft, wer uns das mit der Dankbarkeit
eingetrichtert hat.
Seit Jahren betreue ich brav meine Familie, Mann und drei Kinder. Alles
wie es sich gehört. Deshalb sind meine Gedanken auch eigentlich
ungeheuerlich.
Das zweite Kind hat ein Handicap, das mitunter recht umfangreiche Pflege
erforderlich macht. Aber egal: Seien wir dankbar, dass es ihn nicht noch
schlimmer erwischt hat. Er ist wenigstens nicht schwerstbehindert.
Ähnlich ergeht es mir, wenn ich mir den Gesundheitszustand meines
unschlagbaren Gatten ansehe. Ein Beamter mit solchen Einschränkungen wäre
schon im Vorruhestand, todsicher. Aber seien wir lieber dankbar, dass er
überhaupt noch Arbeit hat; bei der heutigen Arbeitsmarktlage.
Mir selbst ging es auch kein Stück besser. Ein ziemlich fieser
Bandscheibenvorfall im Halswirbelbereich hatte mich bereits drei Wochen
außer Gefecht gesetzt, als ich fast ohnmächtig vor Dauer-Schmerz endlich zur
Operation im Krankenhaus gelandet bin.
Was muss mir passieren: Links und rechts von mir liegen zwei überaus
nette, ältere Damen, beide mit der Diagnose : Gehirntumor. Das war doch
wirklich nicht zu fassen:
Nicht einmal im tiefsten Schmerz ging es ohne Dankbarkeit. Ich musste mir
wohl oder übel vor Augen halten: Sei dankbar, es hätte auch noch schlimmer
sein können.
Aber ehrlich gesagt, habe ich gar keine Lust mehr, immer für irgendetwas
dankbar zu sein. Ich will jetzt mal in Ruhe unglücklich sein.
Wenn schon nahezu alles schief geht im Leben, muss man doch nicht noch
ständig dankbar sein, dass es einen nicht noch härter getroffen hat, oder ??
A.R. 24. Oktober 2003
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